Über die Ökosysteme der Cynolebias (v. Heber Salvia)


VORWORT                                                                                                                                  Ich finde diesen Bericht von Heber Salvia sehr interessant, da er auch Hinweise zur Haltung gibt. In der Killifisch Szene ist Heber Salvia durchaus bekannt, da viele der mittlerweile in unserem Hobby etablierten Austrolebias Arten von ihm entdeckt und erfolgreich vermehrt wurden. Speziell die Arten & Populationen aus Uruguay sind hier    zu nennen, da Heber aus Monte Video (Uruguay) kommt. Besonders freut es mich, das    er mir erlaubt diesen Bericht zu übersetzen und hier zu veröffentlichen!                     Muchas gracias Heber!

Über die Ökosysteme der Cynolebias                                                           Cynolebias kommen nur in der zeitlich begrenzten Teichen oder überschwemmten Wiesen vor, und sind dort fast die einzige vorkommende Fischart. Das darin befindliche Wasser stammt hauptsächlich aus Niederschlägen. Diese Biotope haben wenn überhaupt nur stromabwärts Verbindung zu den wichtigsten Flüsse oder Bäche. Bei Hochwasser kann es zeitweise dazu kommen das Fließgewässer diese zeitlich begrenzten Teiche erreichen. Dies hat meist zur Folge das Raubfische diese Teiche erreichen und oft genug der größte Teil der vorhandenen Populationen von Killifischen danach verschwunden sind. Dies haben wir (Heber & Freunde) oft genug auf unseren Fangtouren erlebt.

Bild Copyright by Heber Salvia

Feuchtgebiet

Die Tiefe der Fundorte beschränkte sich oft auf 50cm und weniger. Die Wasser Oberfläche ist immer in Bewegung, da ganzjährig starke Winde über die Gebiete ziehen. So herrscht im vorhandenen Wasser trotz fehlender natürlicher Zirkulation (Fließgewässer) ein hoher Sauerstoffgehalt. Die Klarheit des Wassers ist bemerkenswert, obwohl durch die direkte Sonneneinstrahlung ein hoher Algenwachstum vorherrschen müsste, wird dies durch die zahlreichen Pflanzen in den betreffenden Gewässern anscheinend vermieden.                 Viele Leute sind der Meinung das dieser Umstand wichtig für das Überleben der Killifische dort ist, und damit davon profitieren.                                                                                              In der Regel fanden wir Cynolebias von März bis Oktober während der kalten Jahreszeit in Uruguay. Die Temperaturen schwanken zwischen 5° C bis maximal 20 ° Grad Celsius im späten Frühjahr. Zu späteren Zeitpunkten sind die meisten Fundorte meist zu trocken, und das wenige Wasser ermöglicht unter anderem Vögel die ausgewachsene Fische zu fressen. Auch die dann vorhandenen Bedingungen tragen dazu bei das die Fische sterben.

Durch die im Sommer vorherrschende Trockenzeit und der Wassermangel ist kaum Leben in diesen Bereichen vorhanden, während die Eier ihre Ruhepause und Entwicklungszeit im natürlichen Laichsubstrat haben. Dieser besteht in der freien Natur aus einem Gemisch aus organischen Rückständen (Schlamm, Blätter) sowie feinem Kalk.

Kleinstlebewesen sind speziell zu Beginn der Regenzeit in großer Menge vorhanden. Darunter sind viele kleine Krebstierchen wie zB. Artemia, Gammarus, Daphnien und viele andere, so daß die Gewässer ideale Vorraussetzungen für das schnelle Wachstum der Larven und Jungfische bieten.

biotop uruguay

Große Fische wie Megalebias Arten und ausgewachsene Austrolebias fressen meist kleinere Fische, Kaulquappen und Tubifex in der freien Natur. Es ist fast unmöglich  solche Arten ohne eine permanente Versorgung mit entsprechenden Futter auf Dauer erfolgreich zu halten und nachzuziehen. Wer dementsprechend große Aquarien und die notwendige Nahrung bieten kann, könnte Erfolg haben. Eine leichte Filterung um für klares und schadstofffreies Wasser zu sorgen, reicht aus.

Durch viele Untersuchungen in den gefundenen Biotopen scheinen die idealen Wasser Werte bei einem pH Wert von 6,5 – 7,5 und einer Leitfähigkeit um 100 μS/cm2 zu liegen. Natürlich wurden auch Leitfähigkeits Werte bis 1000 gefunden, dies waren aber wenige Ausnahmen. Dies bestätigt das diese Fische durchaus sehr anpassungsfähig sind, solange wir ihre Grundbedürfnisse berücksichtigen und respektieren. Behandeln wir sie gut, werden wir als Halter und Züchter mit den schönsten Fischen, die die Natur hervorbringt belohnt.

Originalbericht von Heber Salvia und mit Erlaubnis übersetzt. Übersetzung: Axel Eywill

 

 

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Über oldman50

Aquaristik, Besonders Killifische aus Südamerika
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Eine Antwort zu Über die Ökosysteme der Cynolebias (v. Heber Salvia)

  1. silvina schreibt:

    Hi! I’m from Argentina and i’m trying to contact with Heber Salvia. Do you have his number or email?

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